Jeder Spielteilnehmer nimmt seinen auf der erhalteten Tischkarte bezeichneten Platz ein.
Dealer-Button-Inhaber ist der Platz 1 links vom Dealer. Die weiteren Plätze werden im Uhrzeigersinn von links nach rechts ausgehend vom Dealer eingenommen.

Grundeinsatz
Vor dem Initial-Deal bringt der im Uhrzeigersinn erste Spieler nach dem Dealer-Button den Small Blind und der zweite Spieler den Big Blind. Alle anderen Spieler müssen keinen Grundeinsatz bringen. Spielen nur zwei Spieler, so bringt der Dealer-Button den Small Blind und der andere Spieler den Big Blind.

Allgemeine Regeln
Während des Spiel sind nur Deutsch und Englisch als Sprache erlaubt.

Nur ein Spielteilnehmer pro Hand ist zulässig- gleichzeitiges Spielen an zwei Tischen ist nicht gestattet.

Spielteilnehmer die ausgeschieden sind müssen den Turniertisch verlassen.

Am Turniertisch dürfen sich keine anderen Jetons befinden mit Ausnahme eines Card Holders/Glücksbringer.

Entfernen oder mitnehmen von Jetons vom Spieltisch führen zur direkten Disqualifikation vom Turnier.
(Ausnahme Tisch/Platzwechsel auf Anweisung der Turnierleitung)

Die Jetons mit der größten Wertigkeit müssen immer für alle Spielteinehmer und den Dealer sichtbar sein.

Auf dem Platz sein
Um die Hand zu spielen müssen Spieler auf ihrem Platz sitzen sobald die Austeilung der Karten beginnt. Sollte der Spieler nachdem die letzte Karte ausgeteilt wurde nicht am Tisch sein so werden seine Karten sofort eingezogen. Dies gilt auch wenn der Spieler Big Blind ist.

Keine Informationen,Keine Ratschläge
Keine Informationen über aktive oder gepasste Hände zu geben.
Keine Ratschläge oder Kritik zu geben solange die Hand nicht zu Ende gespielt wurde.
Das verbale Einschätzen einer Hand die noch nicht gezeigt wurde und das Verspotten eines anderen Spilers oder Dealers ist nicht erlaubt.

Verletzung der Etikette
Mehrmaliges Verstoßen gegen die Etikette wird mit Bestrafungen geahndet.
Zum Bsp.: unnötiges Berühren der Karten oder der Jetons des Gegenspieler,Verzögerungen des Spiels,übertriebenes Gerede,Gegrölle und ähnliches. Spieler sind dazu angehalten in Reihenfolge zu agieren.

Strafen und Disqualifikationen
Der Turnierleiter/Floormann kann eine Strafe für jegliche Verletzung der Regeln verhängen.
Beschimpfungen und ungehöriges Benehmen werden bestraft.
Der Turnierleiter/Floormann kann Verwarnungen / Zeitstrafen oder Disqualifikationen aussprechen.
Während der Bestrafung muss der betreffende Spieler den Turnierbereich verlassen.

- Initial Deal
Als Initial Deal gibt der Dealer jedem Spieler nacheinander zwei verdeckte Karten, beginnend mit dem ersten Spieler nach dem Dealer-Button. Ein Spielteilnehmer muss, sobald alle Spielteilnehmer Ihre Karten erhalten haben am Tisch sein, ansonsten wird die Hand für "Tod" erklärt. Eingelöste Start-Stake werden runter geblindet. Mit laufende Start-Stake werden nach Ablauf der zeiten Blindphase eingezogen.
Erste Wettrunde
Der Spieler nach dem Big Blind spricht als Erster und zwar mit folgenden Optionen, er kann:
- passen
- den Einsatz in Höhe des Big Blinds bringen, oder
- im Rahmen des gültigen Limits erhöhen.

Alle nachfolgenden Spieler einschließlich des Spielers mit dem Dealer-Button haben nun ebenfalls diese drei Optionen, um sich zu erklären.
Der Small-Blind-Spieler muß, wenn er wieder an der Reihe ist und sofern er im Spiel bleiben möchte, den Differenzbetrag zwischen seinem Blind und dem bisher höchsten Einsatz bringen.
Der Big-Blind-Spieler hat, wenn er wieder an der Reihe ist, eine weitere Option:
Wenn alle Spieler nur die Höhe des Big Blinds gebracht hatten, so kann er die Wettrunde noch einmal eröffnen, indem er seinen Live Blind im Rahmen des gültigen Limits erhöht. Dies Option hat der Big Blind Spieler aber nur in der ersten Wettrunde und auch nur einmal.
Haben sich alle Spieler erklärt, ist die Wettrunde beendet und der Dealer legt gleichzeitig drei Karten offen in der Tischmitte auf, den sog. „Flopp“.


Zweite Wettrunde
Der erste aktive Spieler nach dem Dealer-Button muß ab dieser Wettrunde und in allen weiteren Wettrunden immer als Erster sprechen. Dabei hat er folgende Optionen, er kann:
- checken
- einen Einsatz im Rahmen des gültigen Limits bringen
Haben sich alle Spieler erklärt, legt der Dealer eine weitere, vierte Boardcard auf, den sog. „Turn“.

Dritte Wettrunde
- Die Spieler verfahren wie in der zweiten Wettrunde.
Nach Beendigung der dritten Wettrunde legt der Dealer nun die letzte, fünfte Boardcard auf, den sog. „River“ (Last Card).

Vierte und letzte Wettrunde
- Die Spieler verfahren wie in der zweiten Wettrunde.

Showdown
Sobald der letzte Einsatz getätig wurde muss derjenige Spieler zuerst seine Karten öffnen welcher die letzte Aktion gestartet hat, dann im Uhrzeigersinn alle anderen Spieler.
Wenn es am River keinen Einsatz gegeben hat, dann öffnet zuerst derjenige Spieler welcher am Turn bzw. am Flop die letzte Aktion gestzt hat. An Turnier-Qualitischen müssen bei einem Showdown immer beide Karten geöffnet werden.

Tischauflösung
Spieler die von einem aufgelösten Tisch kommen, übernehmen Rechte und Verantwortung der Position des neuen Tisches an dem sie Platz nehmen.Sie können mit dem BigBlind, dem SmallBlind oder am Button einsteigen, Die einzige 
Position wo sie nicht einsteigen können ist zwischen Button und Small Blind.

Balancing the tables
Wenn Tische balanciert werden, sollte der Spieler in der gleichen Position von dem volleren Tisch wechseln an den freien Platz des schwächeren Tisch einsteigen.
zweite Variante: Der Spieler nach dem BigBlind (UTG) vom volleren Tisch wechseln und den Platz an weitesten vom BigBlind
am schwächeren Tisch einsteigen.

Verlassen des Platzes
Spieler müssen während dem Spiel an ihrem Platz bleiben. Sie dürfen nicht setzen(z.B. All-in spielen) und den Tisch verlassen.

Detaillierte allgemeine Regeln und Begriffe

Einsätze
Ohne verbale Ankündigung gilt ein Satz erst als gebracht, wenn ein Spieler den Einsatz Richtung Pot transportiert hat und losläßt. Solange er die Jetons noch berührt, kann er diese wieder aus dem Pot herausnehmen. Kündigt der Spieler, während er die Jetons noch mit der Hand berührt, eine Handlung an (checken, passen, setzen oder erhöhen ), so ist diese Ansage bindend.

Mitgehen (Call)

Wenn ein Spieler im Spiel bleiben möchte, so muß er, wenn er an der Reihe ist, den höchsten bis dahin gebrachten Einsatz im Rahmen seines Table Stake gleichziehen. Ist der vom Spieler gebrachte Gleichziehungsbetrag versehentlich zu klein, so muß er, um im Spiel bleiben zu können, den fehlenden Betrag aus seinem Table Stake nachzahlen.

Erhöhen (Raise)
Jeder Spieler kann im Rahmen des Limits Einsätze der vor ihm sprechenden Spieler erhöhen. Hierbei sind folgende Vorraussetzungen zu beachten.  Ohne verbale Ankündigung muß er den entsprechenden oder einen höheren Gesamtbetrag in einem Zug, aber mit mindestens zwei Jetons in den Pot einbringen.Mit verbaler Ankündigung kann er den entsprechenden Gesamtbetrag mit mehr als einer Bewegung bringen. Ein Spieler darf, wenn er wieder an der Reihe ist, seinen eigenen Einsatz nur dann erhöhen, wenn dieser inzwischen von einem anderen Spieler erhöht worden ist.Eine Erhöhung muß immer mindestens genau so hoch sein, wie eine vorangegangene Erhöhung, bzw. wenn noch nicht erhöht wurde, mindestens ebenso hoch, wie der vorangegangene Einsatz.

Ein All-In-Spieler, dessen Table Stake für eine reguläre Erhöhung nicht mehr ausreicht, aber höher ist, als der erforderliche Gleichziehungsbetrag, kann dennoch seinen gesamten Table Stake setzen. Da der überschießende Betrag nicht als Erhöhung gilt, muß bei No-Limit ein nachfolgender Spieler um im Spiel zu bleiben, diesen All-In-Betrag gleichziehen oder sein Blatt verwerfen. Hatt ein Spieler bevor das All-In im Raum stand bereits seinen Zug und hatte nicht erhöht, so kann dieser ein All-In nur noch mitgehen.

Checken, Schieben (Check)
Ab der zweiten Wettrunde hat jeder Spieler das Recht zu checken, wenn in dieser Wettrunde bisher kein Einsatz getätigt worden ist. Er bleibt dadurch zunähst ohne Einsatz im Spiel und kann später ggf. gleichziehen oder erhöhen, falls Einsätze von nach ihm agierenden Spielern getätigt wurden.Um anzuzeigen, daß er checken möchte, kann der Spieler auf den Tisch klopfen oder dieses verbal Annoncieren. Checken alle Spieler, so ist diese Wettrunde beendet.

Passen, Aussteigen (Fold)
Wenn ein Spieler nicht mehr am Spiel teilnehmen möchte, so zeigt er dies entweder durch Wegwerfen der Karten in die Tischmitte oder durch Annoncieren wie:“Ich Passe“, oder:“Aus dem Spiel“, usw. an.

Ein mangelhaftes Kartenpaket
Ein mangelhaftes Kartenpaket ist eines, das zuviel, zuwenig, identische oder markierte Karten enthält. Ein als mangelhaft erkanntes Kartenpaket wird vor dem nächsten Spiel ausgetauscht. Wird während eines Spiels ein Paket als mangelhaft moniert und vom Dealer festgestellt, so gilt:
bei markierten oder zuwenigen Karten wird der Coup trotzdem zuende geführt.
Bei identischen oder zuvielen Karten wird der Coup annulliert und die Einsätze an die Spieler zurückgeführt. Ein Spieler, der bereits den Pot vom Dealer zugeschoben bekommen hat, bevor das Paket als mangelhaft erklärt wurde, ist berechtigt, diesen Pot zu behalten.

Abklopfen (knocking the table)
Der Dealer klopft ab der zweiten Wettrunde vor jeder Kartenausgabe auf den Tisch um anzukündigen, dass nunmehr keine Einwände mehr gegenüber irgendwelchen Fehlern in der beendeten Wettrunde berücksichtigt werden können. Das Abklopfen ist die offizielle, verbindliche Absage.

Ein faules Blatt (Foul Hand)
Ein faules Blatt kann nicht gewinnen. Kein Spieler, dessen Blatt als „faul“ erklärt wurde, kann zuvor von ihm getätigte Einsätze zurückerhalten.
Verdeckte Karten der Spieler (Hole Cards)
Die Hole Cards jedes Spielers bleiben während des gesamten Spiels verdeckt und werden erst beim Showdown aufgedeckt. Nur die Spieler dürfen ihre eigenen Hole Cards ansehen, wobei sie sorgsam darauf zu achten haben, dass diese nicht von anderen Personen eingesehen werden können.
Ebenso ist es dem Spieler nicht erlaubt, seine Hole Cards einem anderen Spieler bekanntzugeben oder diese beim Passen aufzudecken. Tut er dies dennoch, so muß er die aufgedeckten Hole Cards allen anderen Spielern ebenfalls zeigen (show one, show all).
Schutz der Hand
Hält ein Spieler seine Hole Cards in der Hand oder hat er auf diese einen oder mehrere Jetons bez. Einen persönlichen „Doly“ platziert, so gilt dieses Blatt als geschützt. Ein Spieler ist für den Schutz seines Blattes selbst verantwortlich. Gerät ein geschütztes Blatt mit gepaßten Karten (Discard, Muck) in Berührung, dann muss der Dealer oder die Tagesleitung, wenn nur irgendwie möglich, diese Hand rekonstruieren. Gerät ein ungeschütztes Blatt mit dem Discard oder anderen weggeworfenen Karten in Berührung, dann ist dieses Blatt ungültig (faul).
Karte brennen (Burn Card)
Nach der ersten Wettrunde muß der Dealer jeweils vor der Ausgabe weiterer Karten immer die oberste Karte des Kartendecks brennen. Er tut dies, indem er diese Karte verdeckt und deutlich getrennt vom Discard zur Hälfte unter den Pot schiebt. Eventuell weitere Burn Cards schiebt er dann ebenfalls zur Hälfte unter die vorherigen Burn Cards.

Am Ende eines Spiels legt der Dealer die Schneidekarte auf das restliche Kartendeck, legt dieses wiederum auf den Discard und schiebt die Burn Cards darunter. Brennt der Dealer eine Karte zu früh oder kann er nach dem Brennen nicht sofort weitere Karten ausgeben, so muß er die gerannte Karte wieder auf das Kartendeck zurücklegen und dies annoncieren: „Burn Card zurück“.

Wird vom Dealer keine oder werden zwei Karten gebrannt, so müssen nach Möglichkeit die falsch gebrannte und die ggf. daraufhin falsch ausgeteilten Karten wieder in der richtigen Reihenfolge auf das Kartendeck zurückgelegt (redressiert) werden. Redressieren, d.h. ein Zurückführen falsch ausgegebener Karten an ihren regelrechten Platz, ist nur möglich, solange betroffene Karten noch nicht mit anderen Karten vermischt worden sind bzw. solange betroffene Hole Cards noch nicht eingesehen worden sind. Ist dies nicht mehr möglich, gilt:

• Hatte der Dealer keine Karte gebrannt, so muß die Kartenausgabe zu Ende geführt und anschließend die nächste Karte nachträglich gebrannt werden.

• Hatte der Dealer eine Karte zuviel gebrannt, so wird vor der nächsten Kartenausgaberunde keine Karte gebrannt. Eine versehentlich offene Burn Card wird vom Dealer allen Spielern deutlich gezeigt und dann verdeckt gebrannt, ansonsten dürfen weder der Dealer noch die Spieler Burn Cards einsehen, selbst nach einem Spiel ist dies verboten.

Community Cards
Community Cards sind offen aufgelegte Karten, die von allen Spielern zur Bildung ihrer Pokerhand mitbenutzt werden können. Diese Gemeinschaftskarten werden in der Tischmitte aufgelegt, in der Reihenfolge ihrer Ausgabe von links nach rechts (aus Dealersicht).

Fehler bei der ersten Kartenausgabe (beim Initial Deal)
In den folgenden Fällen, jedoch nur, wenn noch nicht gesetzt oder gepaßt wurde, werden die ausgeteilten Karten als vergeben erklärt (Miss-Deal) und wieder eingezogen.

Es wird dann neu gemischt und geschnitten
Vor dem Geben wurde nicht gemischt und/oder geschnitten.
Ein Spieler erhält eine irreguläre Karte, d.h. eine Karte, die der Spieler nicht erhalten hätte, wenn die Reihenfolge der Kartenausgabe der Reihenfolge der Spieler entsprochen hätte und dies Fehlausgabe ist durch redressieren nicht mehr richtigzustellen.
Einem Spieler wurden zuwenig Karten gegeben und dies ist nicht mehr durch redressieren richtigzustellen.
Einem Spieler wurden zu viele Karten gegeben und diese können nicht mehr redressiert werden.
Es werden von allen Hole-Cards mehr als eine versehentlich offen ausgegeben.
Es befinden sich zwei oder mehr offene Karten im Kartendeck.
Eine nicht zum Deck gehörende Karte wird gefunden (z.B. ein Joker).
Das Kartendeck ist mangelhaft.

In den folgenden Fällen liegt jedoch kein Miss-Deal vor:
wenn die Katen ausgegeben werden, bevor alle Blinds richtig gesetzt wurden, so muß dies nach der Kartenausgabe von den entsprechenden Spielern nachgeholt werden.
Hat ein Spieler beim Initial-Deal nur verdeckte Karten zu erhalten, so bleibt eine versehentlich offen ausgegebene Hole Card solange beim betreffenden Spieler liegen, bis alle anderen Spieler ihre Karten erhalten haben. Danach wird dies offene Karte durch die nächste Karte im Deck ersetz, offen auf das Deck gelegt und vor der nächsten Kartenausgabe als Burn Card benutzt.
Hat ein Spieler bei Initial-Deal sowohl verdeckte als auch offene Karten zu erhalten, so wird eine versehentlich offen ausgegebene Hole Card als vorzeitig erhaltene offene Karte angesehen. Die später regulär offen zu gebende Karte wird nun verdeckt gegeben.

Fehler bei der weiteren Kartenausgabe (nach dem Initial Deal)

Zu frühe Kartenausgabe
Beginnt der Dealer versehentlich, vor Beendigung der aktuellen Wettrunde, zu früh mit der Kartenausgabe, so werden die zu früh ausgegebenen Karten vom Dealer eingezogen und die unvollendete Wettrunde wird ordnungsgemäß zu Ende geführt. Inklusive der falsch ausgeteilten und wieder eingezogenen Karten werden nun insgesamt so viele Karten gebrannt, wie jetzt noch Spieler im Spiel sind. Anschließend brennt der Dealer die nächste Karte und das Spiel wird fortgesetzt.

Kartenausgabe in der falschen Reihenfolge
Teilt der Dealer Karten in der falschen Reihenfolge aus, so werden diese Karten nach Möglichkeit redressiert. Ist dies nicht möglich, so erhalten die übergangenen Spieler erst Karten, nachdem alle anderen Spieler in dieser Runde Karten erhalten haben. Zuwenig ausgegebene Karten
Moniert ein Spieler, bevor er spricht, dass sein Blatt aus zu wenigen Karten besteht, so wird nach Möglichkeit redressiert. Ist dies nicht möglich, so erhält er die fehlenden Karten nachträglich, in jedem Falle aber erst am Ende dieser Ausgaberunde.

Zuviel ausgegebene Karten
Moniert ein Spieler, bevor er Spricht, dass er in der aktuellen Ausgaberunde zu viele Karten erhalten hat, so werden diese nach Möglichkeit redressiert, sofern noch kein anderer Spieler einen Einsatz getätigt hat. Ist dies nicht mehr möglich, so werden die ihm zuviel ausgegebenen Karten gebrannt. Kann jedoch auch nicht mehr eindeutig geklärt werden, welche Karten dieser Ausgaberunde seine regulären gewesen wären, so werden alle seine in dieser Runde gegebenen Karten gebrannt und am Ende dieser Ausgaberunde durch die nächsten Karten des Decks in der richtigen Anzahl ersetzt. Sind jedoch alle seine in dieser Runde gegebenen Karten mit seinen anderen Karten so vermischt, dass nicht mehr festzustellen ist, welche die falsch ausgegebenen Karten waren, so hat der Spieler ein faules Blatt.

Offene Karten im Kartendeck
Wird bei der Ausgabe von Hole Cards eine offen im Deck liegende Karte gefunden, so wird diese allen Spielern deutlich sichtbar gezeigt, anschließend gebrannt und durch die darunterliegende Karte ersetzt. Wäre die offen im Deck liegende Karte jedoch ohnehin zu geben gewesen, dann wird diese Karte ausgegeben.

Versehentlich offen gegebene Hole Cards
Die folgenden Regeln gelten für verdeckt zu gebende Karten, die entweder vom Dealer offen gegeben wurden, die von anderen Spielern hätten eingesehen werden können, oder die vom Tisch herunterfielen, egal ob sie danach verdeckt oder offen auf dem Boden liegen:
Eine versehentlich offen gegebene Hole Card, die ein Spieler behalten muß, da sie z.B. wegen Vermischung mit seinen anderen offenen Karten nicht redressiert werden kann, wird spieltechnisch als verdeckte Karte angesehen.
Der Spieler hat nie die Wahl, ob er eine Karte annimmt oder Hole Cards, die der betreffende Spieler durch eigenes Verschulden öffnet, werden nicht als versehentlich offen behandelt und der Spieler muß diese Karte(n) behalten.

Handlung von Spielern außer der Reihe
Ein Spieler darf und muss erst dann sprechen, wenn er an der Reihe ist. Wird er durch vorzeitiges Handeln eines oder mehrerer Spieler, die nach ihm an der Reihe wären, übergangen, so muß er sofort Einspruch erheben. Für diesen Fall gilt: Alle außer der Reihe getätigten Einsätze bleiben stehen und der übergangene Spieler tätig seine Annonce danach werden die bereits getätigten Einsätze der nachfolgenden Spieler angepaßt. Einsätze die unter der Annonce des übergangenen Spieler liegen können nun zurückgenommen werden - außer ein angekündigtes All-In ist bindend. Karten von Spielern, die gepaßt haben, werden in keinem Fall an diese Spieler zurückgegeben, auch dann nicht, wenn diese Karten noch nicht mit dem Discard in Berührung gekommen waren.

Handlungen von Spielern in der Reihe
Jede verbale Annonce eines in der Reihe handelnden Spielers ist bindend.
Ein zum Sprechen nicht anwesender Spieler
Sollte ein Spieler, dessen Blind gesetzt ist, nicht anwesend sein und wäre er an der Reihe zusprechen, so wird wie folgt verfahren:
Sein Zwangeinsatz (Forced Bet) wird aus seinem Table Stake durch den Dealer in Höhe des Minimums gebracht.
Der Spieler gilt als gepaßt, wenn er, um im Spiel zu bleiben, einen Einsatz hätte bringen müssen.
Der Spieler gilt als gecheckt, wenn er um im Spiel zu bleiben, hätte checken können.
Bedenkzeit
Jeder Spieler muß seine Entscheidung in einer angemessenen Zeitspanne treffen. Auf Wunsch eines am Tisch sitzenden Spielers muß ein Zeitlimit von einer halben Minute/30Sekunden gesetzt werden. Dieses Zeitlimit wird vom Dealer oder einem Floorman gestoppt. Hat der Spieler nach dieser Zeit keine Entscheidung getroffen, so gilt er
als gecheckt, wenn er hätte checken können als gepaßt, wenn er einen Einsatz hätte bringen müssen.

Das Borad spielen. Wenn ein Spieler das Board spielen möchte, dann muss er beide Karten aufdecken um einen Teil des Pots zu bekommen.

Ansehen von gepaßten Karten in einem Showdoun. Kein Spieler kann verlangen die gepaßten Karten eines Mitspielers im Showdoun zu sehen. Die gewinnende Hand, egal ob sie bezahlt oder gecheckt wurde muss gezeigt werden. Auf Verlangen eines Spielers kann sich der Floorman/Turnierleitung zur Kontrolle jederzeit jegliche Karten ansehen.

Alle Karten eines Spielers müssen offen auf den Tisch gelegt werden, auch wenn Teile der Hole Cards nicht zur Bildung der Poker-Kombination gebraucht wurden. Der Dealer muß die Hand durch Annoncieren bestimmen.

Die Karten sprechen für sich selbst (Cards speak). Sollte ein Spieler beim Showdown fälschlicherweise ein zu hohes Blatt annonciert und dadurch andere Spieler zu Passen verleitet haben, so werden diese gepassten Hände nur dann wieder zum Showdown zugelassen, wenn die entsprechenden Blätter klar zu identifizieren sind und nicht mit dem Discard oder anderen abgelegten Blättern in Berührung geraten waren.

Ein Blatt, das offen auf dem Tisch liegt und vom Dealer durch Annonce bestimmt ist, ist ein gültiges Blatt und kann nicht mehr für ungültig erklärt werden, z.B. durch verdecktes Wegwerfen oder Berühren mit dem Discard.

Einwände gegen die Zuteilung eines Pots müssen sofort und in jedem Falle vor der Zuteilung des Pots gemacht werden. Einwände, die nach Zuteilung des Pots gemacht wurden, werden nicht mehr anerkannt und der Spieler, der den Pot besitzt, kann diesen auch behalten.

Ein Spieler, der beim Showdown zu viele oder zu wenige Karten hat, hat eine faule Hand und kann nicht gewinnen.
Ein Aufnehmen aller eigener Karten beim Showdown führt nicht zur Ungültigkeit des Blattes.
Nur der Dealer darf den Pot zuteilen. Kein Spieler darf sich oder einem anderen Spieler den Pot zuschreibe.
Zur Ermittlung der besten Kartenkombination werden immer nur fünf Karten gewertet. Weitere Karten aus der Hand eines Spielers haben keinen Einfluß auf die Ermittlung des Pot-Gewinners.

Bleibt bei einer Potteilung (Split-Pot) ein unteilbarer Restbetrag (Odd-Chip), so geht dieser Betrag an den gewinnenden Spieler, der am nächsten zu linken des Dealer-Buttons sitzt.

Zusammenspiel
Keinem Spieler ist es erlaubt, für einen anderen Spieler zu agieren oder einem anderen Spieler einen Rat zu geben. Kein Spieler darf mehr als eine Hand erhalten und spielen.
Anerkennung der Spielregeln
Jeder Spieler erkennt mit seiner Teilnahme am Spiel die geltenden Spielregeln an.

 
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